Mythen der Energiewende

  • Search30.01.2024

Strom ist wieder billiger – wenn auch nicht immer

In der Energiekrise ging der Strompreis durch die Decke. Inzwischen liegt er wieder deutlich niedriger. Industriebetriebe allerdings stöhnen über extreme Schwankungen – die sich unter anderem durch Speicher ausgleichen ließen.

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    Kaum ein energiepolitisches Thema wird so heiß diskutiert wie die Strompreise. Seit die Preise während der Energiekrise nach dem russischen Überfall auf die Ukraine in die Höhe schossen, stöhnen Verbraucher und Unternehmen über die Last. Wer zu dieser Zeit einen neuen Vertrag abschließen musste, hat vermutlich so viel für seinen Strom bezahlt wie nie zuvor. Schuld daran war insbesondere der Gaspreis, der über das Merit-Order-Prinzip die Strompreise in ungekannte Höhen katapultierte.

    Inzwischen allerdings sind die Preise wieder stark gesunken. Das gilt sowohl für Verbraucher als auch für Unternehmen, die jetzt einen neuen Vertrag abschließen. Nach Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) liegen die Preise für neue Verträge von Industriebetrieben mit einem Jahresverbrauch von bis zu 20 Millionen Kilowattstunden derzeit sogar so niedrig wie seit 2016 nicht mehr.

    Der Strompreis ist nach Russlands Überfall auf die Ukraine extrem gestiegen, weil sich Kohle und Gas enorm verteuert haben. Inzwischen liegen die Preise wieder deutlich niedriger.

    Das ändert allerdings nichts daran, dass beispielsweise Unternehmen, die ihren Strom kurzfristig an der Börse kaufen, zu manchen Zeiten extrem hohe Kosten haben. Es gibt zwar zunehmend Zeiten negativer Preise, aber eben auch Hochpreisphasen mit massiven Ausschlägen, etwa in Dunkelflauten.

    Um diese Ausschläge zu glätten, hilft beispielsweise ein Ausbau von Speichern. Sie werden in Zeiten niedriger Preise befüllt und speisen ihren Strom dann ins Netz ein, wenn der Bedarf – und entsprechend auch die Preise – hoch sind.

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