Klimaschutz gilt vielen als Elitenprojekt – als etwas, das sich nur Besserverdienende leisten können. Zudem gibt es die Sorge, dass Unternehmen durch teure Klimaschutzmaßnahmen an Wettbewerbsfähigkeit verlieren und Fabriken schließen oder ins Ausland verlagern könnten. Richtig daran ist, dass etwa die Anschaffung einer Wärmepumpe tatsächlich viel Geld kostet. Auch die Industrie muss investieren, um fossile durch saubere Brennstoffe zu ersetzen. Gerade sozial Schwächere brauchen daher Unterstützung, um nicht in die Energiearmut abzurutschen. Und für Unternehmen muss die Politik sinnvolle Rahmenbedingungen schaffen, um ihnen den Wandel zu ermöglichen.
Fest steht allerdings auch, dass es viel teurer würde, am Status quo festzuhalten und auf Klimaschutz zu verzichten. Denn mit jedem Zehntelgrad Erderwärmung steigt das Risiko von Dürren, Hitzewellen, Waldbränden, Stürmen und Sturzfluten. Solche Extremwetterereignisse sind nicht nur eine Bedrohung für Leib und Leben. Sie vernichten darüber hinaus Werte in Milliardenhöhe.