Offshore-Wind in Europa 2020

Fast jeden Tag ein Windrad

356 Turbinen in 366 Tagen: Europas Offshore-Windenergie ist 2020 rasant gewachsen. In zwölf Ländern des Kontinents drehen sich inzwischen Windräder im Meer. Die Parks werden immer größer und die Turbinen leistungsfähiger. Die Trends der Branche in Bildern und Grafiken.

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    Der Offshore-Windpark Westermeerwind (strenggenommen ein Nearshore-Windpark) steht im niederländischen IJsselmeer. Er ist seit 2017 vollständig in Betrieb.

    2020 sind neun Offshore-Windparks mit zusammen 356 Turbinen in Europa in Betrieb gegangen. Knapp die Hälfte des Neubaus von 2,9 Gigawatt entfiel laut dem Branchenverband WindEurope auf die Niederlande, die damit auf Platz drei unter den europäischen Offshore-Wind-Ländern geklettert sind. Die niederländischen Windräder stehen nicht nur in der Nordsee, sondern auch wie hier im IJsselmeer. Einen großen Sprung ...

    Die Offshore-Windenergie in Belgien hat sich allein 2020 verdoppelt. Das Luftbild zeigt Wolken über einem Offshore-Windpark in der belgischen Nordsee.

    ... hat 2020 auch die Offshore-Windenergie in Belgien gemacht. Hier sind 81 Windräder mit zusammen 706 Megawatt gebaut worden. Belgien hat sich damit zumindest vorläufig am Branchenpionier Dänemark vorbei auf Platz vier im Offshore-Ranking geschoben. Auf Platz zwei liegt Deutschland, wo 2020 allerdings nur 32 Windräder mit zusammen 219 Megawatt hinzukamen. Unangefochtener Marktführer nicht nur in Europa, sondern weltweit ...

    ... ist Großbritannien. Rings um die Inseln stehen inzwischen knapp 2300 Windräder im Meer. Zusammen können sie bis zu 10,4 Gigawatt Strom erzeugen. Mit 483 Megawatt (69 Turbinen) fiel der Zuwachs im vergangenen Jahr für britische Verhältnisse allerdings geradezu bescheiden aus. Es war für die Branche das schwächste Jahr seit 2016. Da sich aber mehrere große Projekte im Bau befinden und die Regierung stark auf Offshore-Wind setzt ...

    Offshore-Windenergie in Europa 2020: Die Infografik zeigt den Anteil der Länder an der Gesamt-Kapazität. Großbritannien liegt mit 42 Prozent vor Deutschland mit 31 Prozent.

    ... dürfte Großbritannien seinen Vorsprung in Europa weiter halten. Die Infografik zeigt, wie sich die bislang in den Gewässern des Kontinents gebauten Offshore-Windräder auf die Länder verteilen. 42 Prozent der Turbinen stehen vor der britischen Küste, 31 Prozent in der deutschen Nord- und Ostsee. Nennenswerte Kapazitäten haben daneben bislang nur die Niederlande, Belgien und Dänemark aufgebaut. Ein noch junges Segment ...

    Schwimmendes Windrad im Atlantik vor Portugal: Der aus drei Turbinen bestehende Park ist 2020 in Betrieb genommen worden.

    ... in der Offshore-Windenergie sind schwimmende Windräder (Floating Wind). Dieser Park besteht aus drei Anlagen und ging 2020 vor der Küste von Portugal im Atlantik in Betrieb. Er ist mit Turbinen von MHI Vestas bestückt, die auf eine Kapazität von je 8,4 Megawatt kommen. Sogar 9,5 Megawatt schaffen die Vestas-Turbinen, die derzeit in einem schwimmenden Windpark vor dem schottischen Aberdeen verbaut werden. Auch die Konkurrenten ...

    Der Offshore-Windpark Albatros von EnBW steht gut 105 Kilometer von den Küsten Helgolands und Borkums entfernt.

    ... wie GE und Siemens Gamesa entwickeln immer größere und leistungsstärkere Windräder. Siemens Gamesa hat im Markt derzeit die Nase vorn: 63 Prozent aller 2020 in Betrieb genommenen Offshore-Windräder tragen die Turbinen des spanisch-deutschen Konzerns, darunter auch der hier abgebildete deutsche Windpark Albatros. MHI Vestas kam auf 33 Prozent, der Rest entfiel auf den inzwischen insolventen Hersteller Senvion. Europaweit ...

    ... sind inzwischen in zwölf Ländern Offshore-Windräder im Einsatz. In Norwegen, Frankreich, Portugal und Spanien sind es bislang allerdings nur einzelne Pilotanlagen. Schweden kommt immerhin auf fünf Windparks mit 80 Anlagen, in Finnland sind drei Parks mit 19 Anlagen in Betrieb und in Irland einer mit sieben. Polen, das Baltikum und Italien dürften zu den nächsten Ländern gehören, die auf der Europakarte der Offshore-Windenergie auftauchen.

    Der Offshore-Windpark Westermeerwind (strenggenommen ein Nearshore-Windpark) steht im niederländischen IJsselmeer. Er ist seit 2017 vollständig in Betrieb.
    Die Offshore-Windenergie in Belgien hat sich allein 2020 verdoppelt. Das Luftbild zeigt Wolken über einem Offshore-Windpark in der belgischen Nordsee.
    Offshore-Windenergie in Europa 2020: Die Infografik zeigt den Anteil der Länder an der Gesamt-Kapazität. Großbritannien liegt mit 42 Prozent vor Deutschland mit 31 Prozent.
    Schwimmendes Windrad im Atlantik vor Portugal: Der aus drei Turbinen bestehende Park ist 2020 in Betrieb genommen worden.
    Der Offshore-Windpark Albatros von EnBW steht gut 105 Kilometer von den Küsten Helgolands und Borkums entfernt.
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