Dirk Steffens über Corona, Klima und Artenschutz

„Optimismus ist jetzt Pflicht!“

Er ist Naturfilmer, UN-Botschafter und Umweltaktivist: „Terra X“-Moderator Dirk Steffens spricht im Interview über die Lehren aus der Coronakrise, das Dilemma zwischen Natur- und Klimaschutz und die besten Dokus, um die Zeit im Lockdown sinnvoll auszufüllen.

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    ZDF-Moderator Dirk Steffens (Terra X) bei einem Dreh im Himalaya. Im Interview erklärt er, wie sich der Konflikt zwischen Klima- und Artenschutz auflösen lässt.

    Auf dem Dach der Welt: Dirk Steffens bei einer Drehreise im Himalaya.

    Herr Steffens, gewöhnlich drehen Sie Dokumentarfilme in aller Welt, die Sie mit dem Satz „Bleiben Sie fasziniert“ beenden. Derzeit produzieren Sie Instagram-Videos und sagen zum Schluss: „Bleiben Sie gesund!“ Wie hat das Coronavirus Ihr Leben durcheinandergewirbelt?
    Dirk Steffens: Genauso wie das von allen anderen Menschen auch: Es zwingt mich, zu Hause zu bleiben. Aber weil man in so einem Zustand als Journalist schnell hibbelig wird, haben mein Team und ich begonnen, Videos zur Coronakrise zu drehen, die über die sozialen Kanäle des ZDF laufen.

    Sie haben von Ihren Reisen so viele exotische Bakterien und Viren mitgebracht, dass Sie Stammgast im Hamburger Institut für Tropenmedizin sind. Haben Sie Angst vor dem Coronavirus?
    Steffens: Nicht für mich persönlich. Als 52-jähriger, sportlich aktiver Mensch hätte ich vermutlich gute Chancen auf einen milden Verlauf, falls es mich erwischen sollte. Aber das darf gar nicht der Leitgedanke dabei sein. Junge, fitte Menschen müssen jetzt vor allem deshalb gesund bleiben, damit sie für die Risikogruppen in der Bevölkerung nicht zur Gefahr werden – die Älteren und die Menschen mit Vorerkrankungen.

    Das Virus hat, allem Leid und Übel zum Trotz, auch sein Gutes, könnte man meinen: Die Luft in unseren Städten wird sauberer, der CO2-Ausstoß sinkt, Deutschland erreicht dieses Jahr überraschend sogar seine Klimaziele.
    Steffens: Das sind für sich genommen tatsächlich gute Nachrichten. Natürlich profitiert die Umwelt, wenn der CO2-Ausstoß und die Schadstoffbelastung in der Luft sinken. In den Kanälen von Venedig ist derzeit sogar das Wasser wieder so klar, dass man bis auf den Grund sehen kann. Aber das sind nur Momentaufnahmen. Wir wissen aus vorangegangenen Wirtschaftskrisen, dass die Regierungen alles tun, um den ökonomischen Kreislauf wieder in Schwung zu bringen – was ja auch richtig ist, schließlich geht es um die Existenzgrundlage von Millionen von Menschen. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass durch all die Konjunkturpakete sogar mehr produziert, mehr konsumiert und mehr Schadstoffe in die Luft geblasen werden als vor der Krise. Es gibt eine kleine Delle in der CO2-Kurve, dann steigt sie umso steiler. Die Gefahr ist außerdem, dass umweltpolitische Errungenschaften aus der Vergangenheit mit Blick auf die darbende Wirtschaft wieder zurückgenommen werden.

    Es heißt dann gern: Klimaschutz muss man sich auch leisten können.
    Steffens: Was für ein hirnrissiger Satz! Wer so denkt, lebt auf dem Baum. Unsere Umwelt und die natürlichen Ressourcen sind die doch Grundlage jeder wirtschaftlichen Tätigkeit. Wer daran Raubbau betreibt, wirtschaftet auf Kosten der Substanz. Aber leider sehen wir bereits, dass zum Beispiel Tschechien den Green Deal der EU infrage stellt oder die Autoindustrie nach großzügigeren Abgasregelungen ruft. Dabei wäre genau jetzt die Zeit, in saubere Technologien zu investieren. Wer heute die besten und nachhaltigsten Produkte entwirft, ist morgen Weltmarktführer.

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    Beim Klimawandel geht es darum, wie wir in Zukunft leben, beim Artensterben um die Frage, ob wir überhaupt noch leben

    Dirk Steffens

    Ihnen liegt besonders das Thema Artenschutz am Herzen, 2017 haben Sie gemeinsam mit Ihrer Frau eine Stiftung dazu gegründet, die Biodiversity Foundation. Ist das Artensterben aus Ihrer Sicht das größere Problem im Vergleich zum Klimawandel?
    Steffens: Ich möchte da kein Ranking aufmachen, weil beides zusammengehört. Vielleicht kann man es so formulieren: Beim Klimawandel geht es darum, wie wir in Zukunft leben, und beim Artensterben um die Frage, ob wir überhaupt noch leben. Selbst wenn die Temperaturen um fünf Grad steigen und alle Gletscher der Welt wegschmelzen, wird es ja noch irgendwo auf diesem Planeten Menschen geben, auch wenn es das Ende unserer jetzigen Zivilisation bedeuten würde. Aber wenn wir die Arten weiterhin so wie ausrotten wie bisher, dann zerstören wir unsere Lebensgrundlage noch unmittelbarer. Wenn es keine Insekten mehr gibt, die Pflanzen bestäuben, und keine Mikroben, die den Boden fruchtbar machen, dann ist irgendwann auch keine Landwirtschaft mehr möglich. Aber noch mal: Das ist kein Ranking, weil alles mit allem zusammenhängt und zur selben großen Ökokrise gehört.

    Hat die die Coronakrise auch für den Artenschutz Folgen?
    Steffens: Umgekehrt: Das Artensterben erhöht die Gefahr von Pandemien. Das Coronavirus ist, nach allem was wir wissen, vom Tier auf den Menschen übergesprungen. So etwas passiert nur dort, wo der Mensch engen Kontakt zu Tieren hat, weil er zum Beispiel in ihren Lebensraum vordringt, weil er sie jagt oder unter erbärmlichen Bedingungen hält, wie auf dem berüchtigten Wet Market in Wuhan. Auf solchen Märkten werden lebende Tiere aus aller Herren Länder in Käfigen übereinandergestapelt. Wer unten liegt, bekommt die Exkremente, das Blut und die Körpersäfte von allen anderen ab. Auf diese Weise überwinden Krankheitserreger die Grenzen zwischen Arten, die sich in der Natur nie begegnen würden. Es ist dann nur eine Frage der Zeit, bis sie es auch zum Mensch schaffen. Aber wir besitzen im Gegensatz zu vielen Tierarten keine Antikörper dagegen. Auch in der Massentierhaltung haben Krankheitserreger leichtes Spiel. Das ist der Grund dafür, warum so große Mengen Antibiotika in der Tiermast eingesetzt werden.

    Dirk Steffens auf Spitzbergen: Der Naturfilmer bereist seit Jahrzehnten die Welt. Dabei hat er nicht nur ihre Schönheit, sondern auch ihre Bedrohtheit kennengelernt.

    Zeitungen nennen ihn oft den „Indiana Jones des ZDF“, auch wenn Dirk Steffens das nicht gern hört. Schließlich geht es ihm bei „Terra X“ nicht um Abenteuer, sondern darum, Wissen anschaulich zu vermitteln – hier zum Beispiel auf Spitzbergen. Fünf bis sechs Monate ...

    Dirk Steffen und der faulste Vogel der Welt: Das Vulkanhuhn legt seine Eier in die warme Erde und macht sich dann aus dem Staub.

    ... pro Jahr verbringt Steffens auf Reisen. Mit diesem Vulkanhuhn machte der 52-Jährige in Papua-Neuguinea Bekanntschaft. Es sei das faulste Tier der Welt, sagt er, weil es seine Eier im warmen Boden vergräbt und sich dann vom Acker macht. Nicht immer sind die Tiere, ...

    Dirk Steffens mit einem Koala bei einem Terra-X-Dreh in Australien.

    ... denen der Moderator bei seinen Drehs begegnet so possierlich wie das faule Huhn oder dieser Koala in Australien. Auf Sri Lanka zum Beispiel kroch er in das vermeintlich verlassene Erdloch eines Schlammkrokodils – das dann aber doch zu Hause war. Herzerweichend war dagegen ...

    Dirk Steffens im Bonobo-Waisenhaus im Kongo: Der Naturfilmer und Terra-X-Moderator engagiert sich auf vielfältige Weise für den Artenschutz.

    ... das Zusammentreffen mit diesem kleinen Bonobo, den der Journalist in einem Waisenhaus für Affen in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa besucht hat. Auf seinen jahrzehntelangen Reisen rund um die Welt hat Steffens allerdings nicht nur die Schönheit, ...

    Dirk Steffens, hier in Ladakh (Himalaya), engagiert sich sich intensiv für den Schutz von Natur und Klima.

    ... sondern auch die Fragilität der Natur kennengelernt. Wenn man hautnah erlebe, wie Korallenriffe sterben, Wälder gerodet werden und eine Art nach der anderen verschwindet, könne man gar nicht anders, als zum Umweltschützer zu werden, sagt Steffens. Deswegen ...

    Dirk Steffens ist UN-Botschafter für biologische Vielfalt. Das Artensterben bedroht unsere Lebensgrundlagen noch unmittelbarer als der Klimawandel, sagt Steffens.

    ... engagiert er sich auf vielfältige Weise ehrenamtlich für die Natur – etwa als UN-Botschafter für biologische Vielfalt oder mit der Biodiversity-Stiftung, die er gemeinsam mit seiner Frau Ingrid Steffens 2017 gegründet hat. Noch ist es nicht zu spät, um die Welt zu retten, ...

    Am 18. Mai 2020 erscheint das Buch "Über Leben. Zukunftsfrage Artensterben: Wie wir die Ökokrise überwinden" von Dirk Steffens und Fritz Habekuß im Penguin-Verlag. Darin geht es auch um die Lehren aus der Coronakrise.

    ... sagt Steffens. Wege dazu zeigt er in seinem neuen Buch auf, das er gemeinsam mit dem „Zeit“-Journalisten Fritz Habekuß geschrieben hat: „Über Leben. Zukunftsfrage Artensterben: Wie wir die Ökokrise überwinden“. Es erscheint am 18. Mai im Penguin-Verlag.

    Essen Sie selbst noch Fleisch?
    Steffens: Ja, aber sehr wenig, und ich achte genau auf die Herkunft. Ich stamme vom Land und hatte immer Kontakt zu Tieren. Als Jugendlicher hatte ich sogar eine kleine Schafherde, um die ich mich kümmern musste, wozu dann übrigens auch das Schlachten gehörte. Ich denke, dass Tierhaltung, wenn sie richtig verstanden wird, Teil unserer kulturellen Identität ist. Es wäre traurig, wenn es keine Hühner mehr gäbe, die auf Bauernhöfen unter Bäumen in der Erde scharren. Ich finde auch nicht, dass jeder Tod ein kosmisches Drama ist. Es kommt darauf an, dass das Leben davor gut war – und da macht es einen riesigen Unterschied, ob im Wald die Kugel eines Jägers ein Wildschwein trifft oder ein Huhn getötet wird, das mit Zehntausenden anderen in einem industriellen Prozess zur Schlachtreife gebracht wurde. Wir sollten es halten wie Oma: Braten ist etwas, das es nur an Sonntagen gibt.

    Artenschutz und Klimaschutz stehen oft im Widerspruch zueinander, wenn etwa für den Bau eines Windparks in die Natur eingegriffen wird. Kennen Sie einen Ausweg aus diesem grünen Dilemma?
    Steffens: Das ist eine komplizierte, oder besser: eine komplexe Frage. Wenn jemand darauf eine einfache Antwort gibt, gehen bei mir immer alle Warnlampen an. So etwas machen nur Populisten. Ich glaube, dass wir in jedem einzelnen Fall die Güter gegeneinander abwägen müssen, auch wenn das anstrengend ist. Bleiben wir beim Beispiel Windräder: Natürlich stirbt eine relevante Zahl an Vögeln in den Rotoren. Wir müssen deshalb genau hinschauen, wo Windparks gebaut werden dürfen, wie Vogelzugrouten verlaufen und mit welchen sonstigen Maßnahmen die Vögel geschützt werden können. Das heißt aber nicht, dass gar keine Windräder mehr aufgestellt werden sollten.

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    Man muss den Menschen klar aufzeigen, worum es geht, wenn man sie für etwas gewinnen will. Das gilt bei der Bekämpfung der Pandemie genauso wie beim Klimaschutz

    Dirk Steffens

    Solche Konflikte dürften noch zunehmen, weil der Stromverbrauch steigen wird, wenn Industrie und Verkehr elektrifiziert werden. Wie sollte die Politik mit Protesten gegen Stromtrassen oder Windräder umgehen?
    Steffens: Ich kann diese Proteste im Grundsatz gut nachvollziehen. Ich möchte auch kein großes Windrad in unmittelbarer Nachbarschaft haben. Deswegen glaube ich, dass zum Beispiel Beteiligungsmodelle eine Möglichkeit wären, um die Zustimmung von Anwohnern zu gewinnen: Wer unter einem Windrad wohnt oder im Bereich seines Schattenwurfs, erhält eine bestimmte finanzielle Beteiligung. Im Übrigen können wir in dieser Frage von der Coronakrise lernen: Es gibt ja gerade fantastische Zustimmungswerte für die von der Regierung beschlossenen Maßnahmen, obwohl sie einen beispiellosen Eingriff bedeuten. Das liegt daran, dass die Politik mit maximaler Transparenz erklärt, was sie tut und warum sie es tut. Man muss den Menschen klar aufzeigen, worum es geht, wenn man sie für etwas gewinnen will. Das gilt bei der Bekämpfung der Pandemie genauso wie beim Klimaschutz.

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    Die Erzählung vom Umweltschutz wird viel zu düster geführt. Dabei ist es eine hoffnungsvolle Erzählung, weil wir unglaublich viel dabei zu gewinnen haben

    Dirk Steffens

    Weniger Fleisch essen, keine dicken Autos kaufen, möglichst nicht fliegen: Wenn es darum geht, was der Einzelne für das Klima tun kann, ist meist von Verzicht die Rede. Die Debatte hat dadurch eine sehr negative Einfärbung. Ließe sich das nicht auch positiver verkaufen?
    Steffens:
    Sehr gute Frage! Damit sprechen Sie nämlich das eigentliche grüne Dilemma an: Die Erzählung vom Umweltschutz wird viel zu düster geführt. Man hat quasi das Bild von gramgebeugten Menschen vor Augen, die sich unter einem grauen Himmel durch dystopische Landschaften schleppen. Dabei ist es eigentlich eine hoffnungsvolle, optimistische Erzählung, weil wir unglaublich viel zu gewinnen haben. Und damit meine ich nicht nur saubere Luft, gesunde Wälder oder eine hohe Artenvielfalt. Wir verbessern auch unsere ökonomische Grundlage, wenn wir die Wirtschaft nachhaltig umbauen. Deswegen sollten wir auch nicht ständig über Verbote nachdenken.

    Sondern?
    Steffens: Über Anreize. Es ist im Grunde ganz einfach: Alles, was der Umwelt hilft, muss günstiger werden, und alles, was ihr schadet, muss teurer werden. Dann sorgt die Marktwirtschaft ganz automatisch dafür, dass sich die Dinge in die richtige Richtung bewegen. Ob wir nun eine CO2-Steuer brauchen oder CO2-Zertifikate, können andere besser beurteilen. Aber dass CO2 einen Preis bekommen muss, ist sicher. Bislang ist es in der Regel so, dass die Gewinne aus der Ausbeutung von natürlichen Ressourcen privatisiert werden, also bei den Unternehmen bleiben. Aber die Folgekosten dieser Ausbeutung – die Umweltzerstörung – werden sozialisiert, also der Gemeinschaft aufgedrückt.

    Es gibt noch ein weiteres Dilemma in diesem Kontext: das zwischen Fernweh und Klimaschutz.
    Steffens: Oh ja, das kenne ich gut.

    Kann man den CO2-Ausstoß von Flugreisen wirklich mithilfe von Anbietern wie Atmosfair kompensieren? Oder ist das ein fauler Ablasshandel?
    Steffens: Es ist auf alle Fälle besser, als nichts zu tun. Ich kompensiere meine Flüge jedenfalls. Das Geld, das man dabei pro Tonne CO2 bezahlt, bewirkt ja auch tatsächlich etwas, wenn davon zum Beispiel Bäume gepflanzt werden. Natürlich wäre es am besten, möglichst wenig zu fliegen, aber es lässt sich nicht immer vermeiden. Denken Sie etwa an Wissenschaftler, die zu Kongressen reisen. Der Flug zum Partywochenende in Barcelona fällt aber definitiv nicht in diese Kategorie. Der ist wirklich überflüssig!

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    Optimismus ist jetzt Pflicht. Ganz einfach, weil es keine Alternative dazu gibt. Wir haben ja keinen Planeten B in Reserve, auf den wir uns zurückziehen könnten, wenn wir den ersten zerstört haben

    Dirk Steffens

    Und was ist mit Urlaubsflügen? Gibt es so etwas wie nachhaltigen Tourismus überhaupt?
    Steffens: Natürlich! Das Okavango-Delta in Botswana ist ein gutes Beispiel dafür. Dort hat die Regierung restriktive Maßnahmen zum Schutz der Umwelt erlassen und den Besucherstrom durch ein sehr hohes Preisniveau auf ein Minimum begrenzt. Mit dem Ergebnis, dass es den Tieren dort besser geht als ohne Tourismus. Weil alle vor Ort wissen, dass die Urlauber nur dann kommen, wenn die Umwelt intakt ist, haben alle ein Interesse daran, sie zu schützen. Deshalb gibt es dort jetzt sogar wieder Nashörner.

    Sie haben mal gesagt, dass Sie Umweltaktivist wurden, weil Sie auf Ihren Reisen irgendwann nicht mehr verdrängen konnten, dass sich die Welt von Jahr zu Jahr in schlechterem Zustand befindet. Haben Sie eigentlich noch Hoffnung, dass es gelingt, das Ruder herumzureißen?
    Steffens: Ganz klare Antwort: Ja! Optimismus ist jetzt Pflicht. Ganz einfach, weil es keine Alternative dazu gibt. Wir haben ja keinen Planeten B in Reserve, auf den wir uns zurückziehen könnten, wenn wir den ersten zerstört haben.

    Letzte Frage: Welche drei Naturdokus sollte man sich unbedingt anschauen, wenn man im Corona-Lockdown viel Zeit zu Hause verbringt?
    Steffens: Aus Stilgründen nehme ich eigene Filme mal aus (lacht). „Ivory Game“ auf Netflix ist eine tolle, investigative Dokumentation, in der es um den illegalen Elfenbeinhandel geht. Die BBC-Reihe „Blue Planet“ kennen viele bestimmt schon, aber sie ist so schön, dass man sie sich immer wieder ansehen kann. Und dann ein Klassiker: „Serengeti darf nicht sterben“ von Bernhard Grzimek. Der Film ist zwar schon ein halbes Jahrhundert alt, aber man sollte mal genau hinhören, welche tiefen Erkenntnisse er damals bereits verbreitet hat. Übrigens gibt es dank dieses Films heute wieder mehr wilde Tiere in der Serengeti als zum Zeitpunkt seines Entstehens. Und wenn das noch nicht reicht, schauen Sie sich auf der Website von Green Screen um. Das ist Europas größtes Naturfilmfestival in Eckernförde, das ich leite. Da finden Sie eine Menge preisgekrönter Titel.

    Die Fragen stellte Volker Kühn.

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