Fotostrecke: Vancouvers Klimaplan

Ökostar am Pazifik

Im Ranking der lebenswertesten Städte landet Vancouver regelmäßig weit vorn. Doch das genügt der 2,5-Millionen-Einwohner-Metropole im Westen Kanadas nicht: Sie will auch die grünste Stadt der Welt werden. Eine Fotoreise durch Vancouver und das Umland.

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    Skyline von Vancouver vom Stanley Park aus gesehen.

    An wenigen Orten rücken Stadt und Wildnis so dicht zusammen wie im kanadischen Vancouver. Gleich gegenüber der Skyline aus Glas und Stahl liegt der Stanley Park, ein Regenwald mit einer halben Million Bäume. Das Grün ist aber nicht auf Parks beschränkt, es findet sich ...

    ... selbst mitten in Downtown: in baumbestandenen Straßen, in üppig bewachsenen Vorgärten, auf  begrünten Terrassen, Balkons und Hausdächern. Mehr als die Hälfte der städtischen Treibhausgasemissionen gehen auf den urbanen Raum zurück. Deshalb ...

    Vancouver will grünste Stadt der Welt werden: Selbst das Dach dieses Hochhauses ist begrünt.

    ... hat Vancouver in seinem „Greenest City Action Plan“ rigorose Vorschriften für den Bausektor erlassen. Von diesem Jahr an müssen Neubauten CO2-neutral sein. Bäume entdeckt man praktisch überall, etwa auf diesem Wolkenkratzer im Stadtteil Gastown ...

    ... oder auf diesem Balkon eines Hochhauses im angesagten Viertel Yaletown. Damit auch Altbauten energetisch saniert werden, hat die Stadt finanzielle Anreize geschaffen. Ein weiterer großer CO2-Emittent ist der Verkehr. Ein Teil davon wird traditionell ...

    Vancouver: Wassertaxi auf dem False Creek.

    ... per Fähre zurückgelegt. Die elektrisch betriebenen „False Creek Ferries“ etwa bringen Pendler und Touristen auf die Halbinsel Granville Island südwestlich von Downtown. Auch die Stadtbusse fahren dank Oberleitung elektrisch. Besonderes Augenmerk ...

    Fahrradstadt Vancouver: Radfahrer haben komplette Spuren als Fahrradstraßen erhalten, die vorher für Autos reserviert waren.

    ... legt die Stadt daneben auf den Ausbau des Radverkehrs. Auf vielen Hauptstraßen mussten Autofahrer dafür Spuren abgeben, die zu Radwegen umfunktioniert wurden, etwa auf der Burrard Street Bridge. Das Ziel der Stadt ist, dass mehr als 50 Prozent ...

    ... aller Strecken zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden. Zudem soll die gefahrene Strecke pro Kopf gegenüber 2007 um 20 Prozent gesenkt werden. Ein Vorreiter im Kampf für saubere Luft ist Vancouver auch ...

    Vancouver Canada Place Kreuzfahrtschiff.

    ... bei der Versorgung von Kreuzfahrtschiffen mit Strom vom Festland. In vielen anderen großen Häfen erzeugen die Schiffe ihren Strom per Schiffsdiesel selbst – eine erhebliche Belastung für die Luft in den Städten. Ein ungewöhnlicher Anblick in Vancouver ...

    Vancouver: Urban Farm.

    ... sind die Urban Farms: Brachflächen, die zum Obst- und Gemüseanbau genutzt werden. Es gibt sie selbst in Downtown, wo die Preise für Bauland in die Höhe schnellen. Diese Farm hier könnte allerdings bald einem Wolkenkratzer weichen. Wie grün ...

    ... Vancouver ist, zeigt sich besonders eindrucksvoll aus der Luft. Rechts auf dem Bild liegt Downtown. Ein kleiner See trennt das Häusermeer vom Stanley Park, dessen Baumriesen zum Teil schon standen, als im Jahr 1792 der britische Kapitän ...

    Vancouver: Totempfahl der First Nations im Stanley Park.

    ... George Vancouver auf der Suche nach der Nordwestpassage die Region erkundete. Damals gehörte sie noch den Ureinwohnern; Totempfähle im Stanley Park erinnern daran. Neben gewaltigen Douglasien, Hemlocktannen oder Sitka-Fichten wachsen ...

    Vancouver: Palmen.

    ... in Vancouver dank des milden Klimas sogar Palmenarten wie hier an der English Bay am Pazifik. Dass die Stadt in Ranglisten der lebenswertesten Metropolen stets vordere Plätze belegt, verdankt sie auch ihrem hohen Freizeitwert. Die Sportbegeisterung ...

    Vancouver: Kite-Surfer auf der English Bay.

    ... der Vancouverites ist legendär. Wer bei Kanada nur an Wintersport denkt, täuscht sich allerdings. Selbst bei neblig-trübem Herbstwetter sieht man Segler und Kitesurfer vor den Stränden der Stadt. Nicht mal eine Stunde benötigt man, um von hier ...

    ... auf den Grouse Mountain zu gelangen, Vancouvers 1231 Meter hohen Hausberg. Mehr als 20 Pisten stehen Skiläufern und Snowboardern hier zur Verfügung. Wem der Ausblick vom Gipfel nicht genügt, kann noch einmal gut 60 Meter weiter ...

    ... in die Höhe klettern: Pünktlich zur Austragung der Olympischen Winterspielen im Jahr 2010 hat ein Windrad auf dem Grouse Mountain den Betrieb aufgenomm, das „Eye of the Wind“. Die schon von Weitem sichtbare Besonderheit der Anlage ...

    ...besteht in ihrer Ausgucksplattform unter der Turmspitze. Windenergie spielt in Vancouver dennoch eine untergeordnete Rolle, die Provinz British Columbia versorgt sich fast komplett per Wasserkraft. Im Kampf gegen den CO2-Ausstoß geht die Region ...

    ... allerdings noch andere Wege: In der Kleinstadt Squamish, 50 Kilometer nördlich von Vancouver, betreibt die Firma Carbon Engineering eine Pilotanlage, um CO2 aus der Luft zu filtern und in Kraftstoff umzuwandeln. Auch das kann ein Weg sein, um ...

    Joffre Lakes Provincial Park (third lake) in British Columbia, Nähe Vancouver und Whistler.

    ... die Schönheit der kanadischen Wildnis zu erhalten, die gleich hinter der Stadtgrenze von Vancouver beginnt. Wer dem Sea-to-Sky-Highway an Squamish vorbei weiter folgt, passiert eine ganze Reihe von imposanten Naturparks. Einer davon ist ...

    Joffre Lakes Provincial Park in British Columbia, Nähe Vancouver und Whistler.

    ... der Joffre Lakes Provincial Park. Ein Wanderweg führt in zwei bis drei Stunden an tiefgrünen Seen vorbei bis zum schneebedeckten Matier-Gletscher. Oben angekommen, wirkt das Häusermeer des quirligen Vancouver unendlich weit weg.

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