Mythen der Energiewende

  • Search30.01.2024

Warum wir künftig weniger Energie brauchen

Wenn Autos mit Akkus und Fabriken mit Wasserstoff laufen, benötigen wir mehr Strom als bisher. Aber weniger Energie. Klingt paradox, ist aber logisch: Denn die alten fossilen Treibstoffe sind extrem ineffizient.

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    Wärmepumpen, Elektroautos, grüner Wasserstoff – für all das ist viel Strom nötig. Je nach zugrunde gelegtem Szenario wächst der Stromverbrauch bis 2045 auf bis zu 1300 Terawattstunden. Im vergangenen Jahr hat Deutschland gerade mal ein Drittel davon erzeugt. Der Bedarf wird also künftig kräftig wachsen.

    Und trotzdem sinkt der Gesamtenergieverbrauch. Denn durch die Umstellung auf saubere Rohstoffe wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse werden die Rohstoffe der fossilen Welt – Kohle, Öl und Gas – schrittweise ersetzt. Und diese Rohstoffe sind extrem ineffizient. Sie verschwenden einen großen Teil der ihnen innewohnenden Energie.

    Oft heißt es, mit der Energiewende steige der Energieverbrauch. Doch das ist Unsinn. Er sinkt bereits seit Jahren. Infografik: Benedikt Grotjahn

    Besonders schön lässt sich das am Auto zeigen. Verbrenner mit Benzin- oder Dieselmotor setzen nur 20, 30 oder höchstens mal 45 Prozent ihrer Energie in Bewegung um. Der Rest verpufft in Form heißer Abgase. Anders sieht es bei E-Autos aus. Sie kommen auf einen Wirkungsgrad von 80 Prozent. Selbst wenn man Ladeverluste einberechnet, sind es noch um die 65 Prozent.

    Ähnlich verhält es sich in anderen Sektoren. Selbst die besten Kohlekraftwerke etwa haben einen Wirkungsgrad von nicht einmal 50 Prozent.

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