Mythen der Energiewende

  • Search30.01.2024

Woher das meiste Lithium wirklich kommt

Lithium-Abbau belastet die Umwelt, genau wie die Öl- und Gasförderung auch. Trotzdem wird nur Lithium skandalisiert – um die Energiewende zu diskreditieren. Dabei stammt der Akku-Rohstoff meist aus gewöhnlichem Bergbau.

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    Lithium ist ein entscheidender Rohstoff für die Energiewende. Das Leichtmetall kommt in Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz, die sich durch großes Speichervolumen, lange Lebensdauer und geringes Gewicht auszeichnen. Das macht Lithium so wertvoll, für E-Autos und Batteriespeicher ebenso wie für Handys und Laptops.

    Doch kein Rohstoff lässt sich ohne Umwelteingriffe fördern. Für Schlagzeilen sorgt insbesondere der extrem umweltschädliche Lithium-Abbau in Lateinamerika. Und ausgerechnet in Bolivien liegen besonders große Vorkommen. Doch ist das ein Argument gegen die Energiewende? Nein.

    Weltweite Lithium-Vorkommen in Millionen Tonnen: Bolivien, Argentinien, die USA, Chile und Australien besitzen große Vorräte des Akkurohstoffs.

    Denn auch wenn Energiewende-Gegner immer wieder auf Umweltzerstörungen in bolivianischen Salzseen verweisen, wird das mit Abstand meiste Lithium in ganz gewöhnlichem Bergbau in Australien gefördert. Von dort stammen 50 bis 60 Prozent des Rohstoffs. Gut ein Viertel entfällt auf Chile.

    Natürlich sollte der Abbau überall auf der Welt so umweltfreundlich wie möglich erfolgen. Doch wer allein auf die Schäden durch die Lithium-Förderung verweist, blendet den um ein Vielfaches größeren Schaden durch die Förderung fossiler Rohstoffe wie Kohle, Öl und Gas aus – der durch Lithium perspektivisch reduziert werden könnte.

    Künftig könnte Lithium zudem sogar aus heimischem Abbau kommen – etwa als kostbares Nebenprodukt bei Erdwärmebohrungen.

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