Mythen der Energiewende

  • Search30.01.2024

Die Energiewende ist ein globales Projekt

Alle Welt setzt auf Kohle und Atomkraft, nur die Deutschen nicht, liest man oft. Doch die Fakten sagen etwas anderes: Saubere Technologien boomen rund um den Globus – während fossile Energiequellen stagnieren.

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    „Deutschland ist ein Geisterfahrer in der Energiepolitik“, liest man oft. Soll heißen: Überall auf der Welt werden neue Kohle- und Atomkraftwerke gebaut, während die Deutschen im Alleingang versuchen, das Klima mit erneuerbaren Energien zu retten. Doch die Behauptung stimmt nicht. Tatsächlich boomen saubere Technologien weltweit. Das zeigt etwa ein Blick auf die Energiequellen, aus denen die Welt ihren Strom erzeugt: Während der Anteil von Kohle, Gas, Öl und Kernkraft seit Jahren stagniert, wächst der von erneuerbaren Energien rasant. Nach Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) werden sie schon in diesem Jahr zur wichtigsten Stromquelle überhaupt.

    Weltweite Investitionen in erneuerbare und fossile Energieträger in Billionen Dollar: Die Welt steckt weitaus mehr Geld in saubere als in fossile Technologien.

    Vielleicht noch eindrucksvoller ist die Summe, die Investoren weltweit in den Cleantech-Sektor stecken, also in Technologien, die dem Klimawandel entgegenwirken und die Umwelt schützen. Laut dem World Energy Outlook der IEA vom vergangenen Jahr wuchs die Summe bis 2023 weltweit auf unvorstellbare 1,8 Billionen (!) Dollar. Im fossilen Sektor waren es 1,1 Billionen. Bemerkenswert daran ist auch, dass die Investments in fossile Technologien während der ersten Präsidentschaft von Donald Trump nicht etwa stiegen, sondern sanken.

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