
Ørsted/Matthias Ibeler
Das Spezialschiff „Wind of Change“ hat an einer Umspannstation in einem Offshore-Windpark angedockt. Nicht immer sind die Bedingungen draußen auf See so ruhig.
Von Daniel Hautmann
Die Offshore-Windkraft hat sich zu einer verlässlichen Energiequelle entwickelt. Rund sechs Prozent des in Deutschland 2024 produzierten Stroms lieferten die 31 Windparks in Nord- und Ostsee. Insgesamt 1639 Windkraftwerke waren am Netz.
Damit die Windfänger kontinuierlich arbeiten, müssen sie gewartet und repariert werden. Doch wie geht das? Wie kommen die Monteure und Monteurinnen zu den Anlagen, die teils mehr als 100 Kilometer vom Festland entfernt sind? Wo essen und schlafen sie auf hoher See? Wie lange dauern die Arbeitseinsätze? Und worin unterscheiden sich die Arbeitsbedingungen in Nord- und Ostsee?
Zwei Wochen im Einsatz, zwei Wochen frei: Der Arbeitsrhythmus in der Nordsee
Stefan Thimm, Geschäftsführer des Bundesverbands Windenergie Offshore (BWO), weiß Antworten: „In der Nordsee sind die Wetterbedingungen rauer, die Distanzen größer und die Infrastruktur komplexer. Wer dort arbeitet, verbringt meist zwei Wochen am Stück auf einem Spezialschiff, mit Einsätzen in kleinen Teams auf den Offshore-Windenergieanlagen.“ Im Anschluss haben die Mitarbeitenden zumeist zwei Wochen frei. „In der Ostsee hingegen ist vieles näher an Land – Einsätze können häufiger in Tagestouren organisiert werden“, sagt Thimm. Das sei ein anderer Rhythmus für die Beschäftigen und ihr privates Umfeld.