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Experten des DWD: Der Klimawandel verändert das Wetter – und damit auch den Ertrag von erneuerbaren Energien.
Von Julia Graven
Meteorologisch war 2025 ein Jahr der Gegensätze – zumindest aus Sicht der Energieerzeuger. Deutschland erlebte insgesamt windärmere Bedingungen als im langjährigen Mittel, während die Sonneneinstrahlung überdurchschnittlich ausfiel. Das hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) bei seiner Klimapressekonferenz am 31. März in Berlin deutlich gemacht.
„Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien gewinnt das Wetter als Einflussfaktor für die Stromerzeugung weiter an Bedeutung", sagt Jaqueline Drücke vom Energieprogramm der DWD-Abteilung Klima und Umwelt. Generell seien Wind und Sonne eine ideale Paarung: Die höchsten Werte der Windgeschwindigkeiten fallen typischerweise in die Wintermonate, die stärkste Sonneneinstrahlung in den Sommer. Insgesamt ergänzen sich die beiden Energiequellen im Jahresverlauf sehr gut, betont Drücke, „da die Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen dadurch kontinuierlicher nutzbar wird.“
Mehr als die Hälfte des deutschen Stroms stammt inzwischen aus erneuerbaren Quellen. Exakt 55,1 Prozent des Bruttostromverbrauchs deckten sie im Jahr 2025. Doch mit dem wachsenden Anteil der Erneuerbaren wird das Wetter vom Hintergrundrauschen zum Hauptdarsteller.