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Solarpark an einem texanischen Highway: Der republikanisch dominierte Staat hat Kalifornien beim PV-Ausbau abgehängt.
Von Jasmin Lörchner
Im Spätsommer 2025 verzeichnet Texas einen bemerkenswerten Rekord: Über sieben Stunden hinweg deckt Solarstrom mehr als 40 Prozent des Bedarfs. Es ist einer von zahlreichen Höchstwerten, den der Bundesstaat in jenen Wochen verzeichnet. Den ganzen Sommer über fließt mehr Strom aus PV-Anlagen als aus Kohlekraftwerken ins texanische Netz.
Texas, das wie kein anderer Staat für Öl und Gas steht und mit klarer Mehrheit für Donald Trump gestimmt hat, steigt 2025 zum größten Solarstrom-Produzenten auf, noch vor Kalifornien.
Die Entwicklung ist ein scharfer Kontrast zu den Positionen von Donald Trump: Der US-Präsident nannte den Klimawandel einen großen Betrug und hat die Wind- und Solarenergie zur Zielscheibe gemacht. Nach seinem Amtsantritt stoppte er Genehmigungen für Offshore-Windparks und strich Subventionen aus dem Inflation Reduction Act der Biden-Ära zusammen. Sein Innenministerium verzögert die Prüfung neuer Wind- und Solarprojekte. Mehr als 100 Solarunternehmen sahen sich deshalb bereits Ende 2025 genötigt, den Kongress in einem offenen Brief aufzufordern, dieses „nahezu vollständige Genehmigungsmoratorium“ zu beenden.
Texas und Florida, Indiana und Ohio: Trump-Staaten im Grünstrom-Rausch
Und dennoch läuft der Ausbau der erneuerbaren Energien weiter. Am stärksten in den republikanisch regierten Bundesstaaten.
Laut dem Branchenverband Solar Energy Industries Association entfielen 73 Prozent der 2025 neu installierten Solarleistung in den USA auf Staaten, die Trump gewählt haben, darunter Texas, Florida, Indiana, Ohio und Arkansas. Eine Befragung der Meinungsforscher Fabrizio, Lee & Associates, die 2016 und 2024 für Trumps Wahlkampagne arbeiteten, zeigt außerdem, dass 68 Prozent der republikanischen Wähler den Ausbau von Solarenergie befürworten.
Anfang 2025 sprachen sich sogar 21 republikanische Abgeordnete im Kongress dafür aus, die Steuervergünstigungen für Solarenergie nicht anzutasten, um Engpässe und höhere Stromrechnungen für die Verbraucher zu vermeiden.