Offshore-Wind weltweit

Diese Länder ernten Strom auf See

Von Dänemark aus hat die Offshore-Windenergie einen Siegeszug um die Welt gestartet: In zahlreichen Ländern in Europa, Asien und Nordamerika stehen bereits Windräder im Meer. Und auch auf der Südhalbkugel sind erste Projekte geplant.

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    Dänemark

    Im dänischen Vindeby begann 1991 die Geschichte der Offshore-Windkraft. Wie bei der Nutzung der Windenergie an Land war Dänemark damit erneut ein Pionier der Branche. Erst vor wenigen Wochen ging mit Horns Rev 3 der bisher größte Windparks Skandinaviens in Betrieb. Er hat eine Kapazität von 400 Megawatt. Insgesamt kommt das Land damit auf fast zwei Gigawatt – nur in Großbritannien, Deutschland und China wird mehr Strom auf dem Wasser erzeugt.

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    Norwegen

    Das Land spielt eine wichtige Rolle in Europas Energiewende. Aber nicht, weil dort so viele Offshore-Windparks stünden. Im Gegenteil: Bislang gibt es mit dem Floating-Wind-Projekt Hywind erst eine einzige Anlage. Norwegen soll vielmehr zu einer Art Akku Europas werden: Wenn andere Staaten bei Flaute zu wenig Ökostrom erzeugen, können sie Norwegens Wasserkraftwerke anzapfen – und umgekehrt in stürmischen Zeiten Überschüsse durch Seekabel wie Nordlink in den Norden schicken.

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    Schweden

    Die Anfänge waren bescheiden, dafür aber waren die Schweden vergleichsweise früh in der Offshore-Windkraft aktiv. Mit den fünf Turbinen des Windparks Bockstigen in der Ostsee erschlossen sie 1997 erstmals das Potenzial, das die stetigen Winde auf dem Meer für die Stromerzeugung bedeuten. Der bisher größte Offshore-Windpark heißt Lillgrund und ging 2007 mit 48 Anlagen in Betrieb. Der in die Jahre gekommene Windpark Bockstigen wurde 2018 mit neuen, stäkreren Turbinen bestückt.

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    Finnland

    Das Land hat angekündigt, bis 2030 aus der Kohle auszusteigen. Nutznießer davon sind allerdings nicht nur erneuerbare Energien, sondern auch die Atomkraft. Zwar verzögert sich der Bau neuer Reaktoren laufend, das Land hält bislang aber daran fest. Offshore-Wind spielt dagegen eine untergeordnete Rolle, in der finnischen Ostsee gibt es nur einen echten Windpark; ein weiterer steht auf künstlichen Inseln. Eine besondere Herausforderung ist die harsche Witterung im Bottnischen Meerbusen.

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    Estland

    Dass auch der kleine Baltenstaat Estland den Einstieg in die Offshore-Windenergie vorbereitet, ist kaum bekannt. Dabei sind die Planungen schon recht weit gediehen. Der Windpark Loode-Eesti soll demnach rund zwölf Kilometer vor der Küste entstehen und eine Kapazität von 700 bis 1100 Megawatt haben. In Medienberichten war ursprünglich von einem Baustart noch in diesem Jahr die Rede. Inzwischen heißt es, die Inbetriebnahme sei für 2022 geplant.

    Luftbild der lettischen Stadt Liepaja an der Ostsee an einem schönen Sommerabend.
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    Lettland

    Wie die übrigen baltischen Staaten will auch Lettland möglichst unabhängig von russischen Energieimporten sein. Dazu baut das Land seine Kapazitäten in den erneuerbaren Energien aus. Ein Schwerpunkt liegt auf der Wasserkraft, aber auch die Windenergie an Land und auf See soll helfen, den Ökostromanteil zu steigern. Derzeit liegt er bei knapp 40 Prozent. Die Offshore-Windkraft könnnte Berichten zufolge mittelfristig bis zu 180 Megawatt dazu beisteuern.

    Strand in Litauen: Das Land plant den Einstieg in die Offshore-Windenergie. Die ersten Windräder könnten 2030 in litauischen Gewässern Strom liefern.
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    Litauen

    Auch Litauen, der südlichste der drei Baltenstaaten, plant seinen ersten Windpark auf See. Das Energieministerium hat dazu Forscher der Universität Klaipėda beauftragt, geeignete Meeresgebiete dafür zu identifizieren. Sie schätzen das Potenzial in litauischen Gewässern auf insgesamt knapp 3,4 Gigawatt. Da der Staat noch ganz am Anfang seiner Planungen steht, dürften  einige Jahre vergehen, bis sich vor seinen Küsten das erste Offshore-Windrad dreht.

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    Polen

    Auf EU-Ebene tritt Polen vor allem als Verteidiger der starken heimischen Kohleindustrie auf. Parallel wächst aber auch die Ökostrombranche. Das Potenzial für die Offshore-Windkraft vor der polnischen Ostseeküste wird in einer Studie auf bis zu acht Gigawatt geschätzt. Der norwegische Energiekonzern Equinor (vormals Statoil) hat mit dem polnischen Versorger Polenergia ein Joint Venture zum Bau von zwei großen Windparks geschlossen.

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    Deutschland

    Rund 1400 Windräder in den deutschen Teilen der Nord- und Ostsee speisen inzwischen Strom ins Netz ein – hier finden Sie eine Liste aller deutschen Offshore-Windparks. Ihre Gesamtkapazität liegt bei knapp sieben Gigawatt. Damit steht Deutschland nach Großbritannien auf Rang zwei im globalen Ranking der Länder, die auf Offshore-Windkraft setzten. Rund 25.000 Menschen sind direkt in der Branche tätig, die indirekten Beschäftigungseffekte sind sogar noch weitaus größer.

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    Niederlande

    Die Niederlande wagten den Sprung vom Land aufs Wasser zunächst auf dem Ijsselmeer, dem durch Eindeichung einer Meeresbucht entstandenen größten Süßwassersee des Landes. Hier drehten sich schon 1994 die ersten Rotoren. Heute treiben die Niederlande den Ausbau der Offshore-Windkraft in der Nordsee energisch voran. Bis 2030 soll die Kapazität auf 11,5 Gigawatt steigen. Mehrere große Projekte befinden sich im Bau oder sind in Planung.

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    Belgien

    Fünf große Offshore-Windparks in belgischen Gewässern sind bereits in Betrieb, drei weitere befinden sich in der Bauphase. Damit erschließt auch Belgien trotz seiner eher schmalen Küste von rund 65 Kilometern in zunehmendem Maß das Potenzial der Offshore-Windkraft. Angesichts der Rufe nach einer Abschaltung des pannenbehafteten Atomreaktors Tihange  nahe der deutschen Grenze dürfte die Bedeutung erneuerbarer Energien in Belgien weiter wachsen.

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    Großbritannien

    „Britannia rules the waves“, schmettern die Briten mit Inbrunst, und wenn es um die Offshore-Windkraft geht, darf sich das Land tatsächlich als Herrscher der Meere fühlen. Die Kapazität der britischen Offshore-Windparks liegt aktuell bei acht Gigawatt und eine ganze Reihe neuer Projekte in der Nordsee und der Irischen See sind in Vorbereitung. Auch schwimmende Windkraftanlagen sind darunter. Bis 2030 soll die Gesamtkapazität auf 30 Gigawatt steigen.

    Steilküste in Irland
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    Irland

    In der Irischen See steht zwar bereits ein Dutzend Offshore-Windparks, in irischen Gewässern befindet sich allerdings nur ein einziger davon – der 2003 in Betrieb gegangene Windpark Arklow Bank mit nicht einmal zehn Anlagen und einer Kapazität von 25 Megawatt. Im vergangenen Jahr allerdings hat die Regierung in Dublin ein ehrgeiziges Programm für den Ausbau erneuerbarer Energien mit zusammen 4,5 Gigawatt aufgelegt. Auch die Offshore-Windindustrie soll davon profitieren.

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    Frankreich

    In Frankreich dominiert seit Jahrzehnten die Atomkraft die Energieversorgung. Sie hat eine starke Lobby, die immer wieder die Vorzüge für den Klimaschutz betont – immerhin stoßen Atommeiler kein CO2 aus. Doch auch die französische Offshore-Windkraft kommt allmählich voran. Vor allem im Ärmelkanal sind mehrere Parks in Planung. Im Atlantik ist zudem bereits ein kleiner schwimmender Windpark in Betrieb, drei weitere im Mittelmeer und einer in der Nordsee sollen folgen.

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    Spanien

    Mit dem Energieversorger Iberdrola und dem Turbinenproduzenten Gamesa stammen zwar zwei prominente Namen der Windindustrie aus Spanien, in der Offshore-Windenergie rangiert das Land aber bislang unter ferner liefen. Nur auf der Kanareninsel Gran Canaria sind die Spanier schon einen Schritt weiter. Dort dreht sich seit 2018 der Prototyp einer schwimmenden Fünf-Megawatt-Anlage, deren Turm aus Beton sich teleskopartig ausfahren lässt.

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    Portugal

    Wie der große Nachbar Spanien experimentiert auch Portugal mit schwimmenden Offshore-Windrädern. Nach einer bereits installierten Pilotanlage auf einem dreieckigen Schwimmkörper aus Stahl hat ein Konsortium um EDP Renovaveis im September 2018 drei weitere 8,4-Megawatt-Turbinen bei MHI Vestas bestellt. Sie sollen etwa 20 Kilometer vor der portugiesischen Nordküste in einer Wassertiefe von 100 Metern im Atlantik schwimmen und schon bald in Betrieb gehen.

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    Italien

    Der erste Offshore-Windpark im Mittelmeer soll vor der Küste von Apulien tief im Südosten von Italien entstehen. Der Baubeginn des mit zehn Drei-Megawatt-Anlagen bestückten Windparks ist für dieses Jahr vorgesehen. Die Turbinen soll allerdings der inzwischen in die Pleite gerutschte Hersteller Senvion liefern, was die Aussichten fraglich erscheinen lässt. Der italienische Ölkonzern Eni spielt Medienberichten zufolge einen Einstieg in die Schwimmwindkraft durch.

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    Griechenland

    Auch wenn eine Reihe von Studien zum Potenzial der Offshore-Windkraft in Griechenland durchs Internet geistern und verschiedentlich sogar über konkrete Projekte etwa vor Korfu diskutiert wird – dass vor den Küsten des krisengeplagten Staates tatsächlich in absehbarer Zeit große Windparks im Meer stehen, ist unwahrscheinlich. Lediglich ein Projekt für schwimmende Windräder des Unternehmens Seawind scheint halbwegs realistische Erfolgschancen zu haben.

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    Türkei

    Noch gibt es kein einziges Offshore-Windrad in den türkischen Teilen von Schwarzem Meer, Ägäis und Mittelmeer, doch die Ankündigung, mit der das türkische Energieministerium Anfang 2018 überraschte, ist gewaltig: Die Türkei bereitet demnach den Bau des größten Offshore-Windparks der Welt vor. Im März dieses Jahres ging die dänische Energieagentur eine Partnerschaft mit der Türkei ein, um das Land bei der Technologie zu unterstützen.

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    Mauritius

    Der zu Afrika zählende Inselstaat Mauritius im Südwesten des Indischen Ozeans bezieht seine Energie vorwiegend aus Kohlekraft und Dieselgeneratoren. Bis 2025 will die Regierung allerdings den Ökostromanteil auf 35 Prozent ausbauen. Dazu hat Mauritius im März 2016 offiziell bekundet, auch an der Entwicklung von Offshore-Windparks interessiert zu sein. Ob daraus konkrete Projekte entstehen, ist allerdings fraglich – es ist seither verdächtig still um das Projekt geworden.

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    Taiwan

    Zu einem Schwerpunkt der Offshore-Windkraft in Asien entwickelt sich der Inselstaat Taiwan. Bis 2025 sollen dort Windräder mit einer Gesamtkapazität von 5,5 GIgawatt stehen. Ein kleiner Windpark läuft bereits, drei weitere sind im Bau oder in der Bauvorbereitung und gleich ein Dutzend in Planung. Praktisch die gesamte globale Offshore-Windindustrie drängt in das Land. Sie alle versprechen sich vom wachsenden asiatischen Markt gute Absatzchancen für ihre Produkte.

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    China

    Einen ganzen Schritt weiter als Taiwan ist der Nachbar China. Das Global Wind Energy Council (GEWC) geht davon aus, dass von 2019 an jährlich Windräder mit einer Gesamtkapazität von vier Gigawatt ans Netz angeschlossen werden. Damit könnte China schon 2021 Großbritannien die Spitze im Ranking der größten Produzenten von Offshore-Windstrom streitig machen. Große Windparks stehen etwa im Gelben Meer und im Ostchinesischen Meer. Zahlreiche weitere befinden sich im Bau.

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    Südkorea

    Auch Südkorea ist schon seit einigen Jahren in der Offshore-Windkraft aktiv. Im Ostchinesischen Meer nahm das Land bereits 2012 die ersten beiden Anlagen eines Demonstrationsprojekts in Betrieb. Ein zweiter Windpark mit zehn Windrädern wurde 2017 eröffnet und ein dritter mit 20 Windrädern befindet sich im Bau. Zwischenzeitlich hatte die Regierung in Seoul sogar davon gesprochen, künftig ein Fünftel des koreanischen Energiebedarfs aus der Offshore-Windkraft decken zu wollen.

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    Singapur

    Wie sehr sich Südostasien zum Hotspot für Offshore-Wind entwickelt, belegt eine Einschätzung der Regierung von Singapur: Demnach könne die maritime Wirtschaft enorm vom Boom der Branche profitieren, indem sie Kapazitäten beim Bau von Arbeits- und Errichterschiffen aufbaut. Zudem engagiert sich Singapur finanziell bei Offshore-Windparks in China. Dass auch vor der Küste des Stadtstaats selbst Windräder gebaut werden, ist aber unwahrscheinlich: Seine Fläche entspricht nur der von Hamburg.

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    Vietnam

    Im Südchinesischen Meer läuft schon seit 2015 Vietnams erster Offshore-Windpark. Ein zweites Projekt mit dem Namen Khai Long befindet sich aktuell im Bau. Es soll in zwei Ausbaustufen auf insgesamt 100 Windräder anwachsen. Bestückt werden sie mit Zwei-Megawatt-Turbinen von General Electric. Parallel loten zahlreiche Unternehmen aus Europa und Asien bereits weitere Projekte aus, um den Energiehunger des rasant wachsenden Landes zu stillen.

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    Japan

    Steil abfallende Küsten und große Meerestiefen machen Japan zu einem bevorzugten Standort für schwimmende Windräder. Erste Prototypen laufen bereits, unter anderem in der Bucht vor Fukushima. Daneben hat die Regierung kürzlich elf geeignete Regionen für Offshore-Windparks definiert. Ein Gesetz zur Förderung der Technologie hat das Parlament zuvor schon verabschiedet. Die Hauptlast unter den Erneuerbaren trägt aber die in Japan besonders starke Solarenergie.

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    Australien

    Der erste Offshore-Windpark auf der Südhalbkugel könnte vor der Küste des Bundesstaats Victoria im Südosten Australiens entstehen. Derzeit arbeitet der Windparkprojektierer Offshore Energy an einer Machbarkeitsstudie. Im Gespräch sind Medienberichten zufolge bis zu 250 Windräder mit einer Gesamtkapazität von 2000 Megawatt. Der Name des geplanten Projekts: Star of the South. Er erinnert an ein Schiff, mit dem Ende des 19. Jahrhunderts Einwanderer in die Region kamen.

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    Kanada

    Grundsätzlich sind in Kanada nicht nur der Pazifik und der Atlantik, sondern auch die Großen Seen für Offshore-Windparks geeignet. Doch bislang kommen die Planungen in keiner Region wirklich voran. Ein Windpark im Ontario-See wurde nach politischem Widerstand des Bundesstaats aufgegeben, die Betreiber erhielten eine Entschädigung. Und auch Projekte im Pazifik vor British Columbia haben es nicht über das Planungsstadium hinaus geschafft.

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    USA

    Mit ihren Küsten am Atlantik, dem Golf von Mexiko und am Pazifik sind die USA prädestiniert für Offshore-Windräder. Bislang ist aber erst ein Park 300 Kilometer nordöstlich von New York am Netz. Dabei gab es schon 2001 Planungen für ein größeres Projekt. Doch der Park in der Nähe der Nobelinsel Martha's Vineyard scheiterte nicht zuletzt am Widerstand des Kennedy-Clans. Im zweiten Anlauf soll nun alles anders werden. Sowohl im Atlantik als auch im Pazifik sind große Projekte geplant.

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    Barbados

    Auch Barbados zählt inzwischen zum Kreis der Länder, die auf Offshore-Windkraft setzen. Der karibische Inselstaat mit seinen gut 300.000 Einwohnern hat eine ganze Reihe von Studien ausgeschrieben, die das Potenzial der Energieerzeugung in seinen Gewässern analysieren sollen. Im Fokus sind dabei sowohl fest im Meeresboden verankerte als auch schwimmende Windräder. Die Europäische Union und die Inter-American Development Bank unterstützen das Projekt.

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    Brasilien

    Mit der Energiegewinnung auf dem Meer hat Brasilien jahrzehntelange Erfahrung. Bisher geht es dabei allerdings um die Ausbeutung der Ölreserven, die tief unter dem Grund des Atlantiks liegen. Und auch der im September 2018 angekündigte Einstieg in die Offshore-Windkraft steht damit in Zusammenhang: Die Schwimmwindprojekte, die der halbstaatliche brasilianische Energiekonzern Petrobras mit Equinor plant, könnten zur Stromversorgung der Ölplattformen genutzt werde.

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